Besuch des CDU Stadtvorstandes im Arbeitserziehungslager Ohrbeck (AZ)

Wer kennt nicht das große dunkle Gebäude in Ohrbeck am Rande des Hüggels?
Das Arbeitserziehungslager Ohrbeck liegt direkt an der Eisenbahnlinie von Georgsmarienhütte nach Hasbergen. Ein Gebäude, das an die dunkelste Vergangenheit der deutschen Geschichte erinnert.
Eine Gruppe der CDU Georgsmarienhütte besichtigte den Ort des Grauens. Dr. Michael Gander, Geschäftsführer Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht e.V. führte durch das Gebäude und schilderte umfangreich und eindringlich die Vorgänge um das Lager in der Zeit von 1939 – 1945.
Das ist Geschichte vor Ort, die unsere Eltern und Großeltern hautnah miterlebt haben. Die Ereignisse sind auch an und in den umliegenden Ortschaften nicht spurlos vorbei gegangen.
Das Lager wurde 1939 für französische Kriegsgefangene errichtet und ab 1943 für Zwangsarbeiter aus der ehemaligen Sowjetunion verwendet. Die Gestapo (geheime Staatspolizei) benutzte Ort und Gebäude von 1944 bis zum Ende des Krieges 1945 als Arbeitserziehungslager. In dieser Zeit wurden Menschen aus vielen Nationen und >Ländern (Niederlande, Frankreich, Sowjetunion usw.), die hier inhaftiert waren und unter fürchterlichen Umständen arbeiten mussten, gequält, grausam misshandelt und sogar ermordet.
Die Ausführungen von Herrn Dr. Gander waren sehr einprägsam und machten nachdenklich.
Im Jahre 2000 gründete sich der Verein Augustaschacht, um bleibend an diese Zeiten zu erinnern.
Der Stadtverband der CDU Georgsmarienhütte ist sehr erfreut, dass in den nächsten Jahren Fördermittel aus Berlin in dieses Projekt fließen werden. Damit kann die die Gedenkstätte Augustaschacht weiter ausgebaut werden, um noch umfangreicher zu informieren.
Die Gedenkstätte wird häufig von Schulklassen und jungen Erwachsenen besucht. Besucher aus allen Generationen werden eindringlich und hautnah an die Bedeutung des AZ und die daraus entstandene Gedenkstätte herangeführt.
Liebe Bürgerinnen und Bürger: Besuchen Sie das AZ! Es lohnt sich!